Pflege

Die Pflegepflichtversicherung steht vor gewaltigen Herausforderungen. Dies hat mehrere Gr√ľnde. Die Lebenserwartung wird u. a. aufgrund des medizinischen Fortschritts weiter zunehmen. So werden im Jahr 2030 mehr als 35 Prozent der deutschen Bev√∂lkerung √§lterals 60 Jahre sein. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegebed√ľrftigen bis 2030 um ca. 50 Prozent auf √ľber 3 Millionen Personen an. Da der Anteil der Beitragszahler bestenfalls konstant bleibt, werden entweder Milliardendefizite hingenommen, die Beitragss√§tze erh√∂ht oder die Leistungen verringert.

Ganz gleich, f√ľr welche dieser Varianten sich der Staat entscheidet, die Zukunft f√ľr die Pflege sieht f√ľr uns alle nicht rosig aus. Schon jetzt fehlen Pflegeheime und damit bezahlbare Pflegepl√§tze, vom Pflegepersonal ganz zu schweigen.

Die von der Pflegepflichtversicherung zur Verf√ľgung gestellten Leistungen sind umfangreich, allerdings sind sie als ‚ÄěTeilkaskoversicherung‚Äú konzipiert und reichen bereits heute oftmals zur Begleichung der tats√§chlichen Kosten nicht aus.

Statistisch gesehen, tritt ein Gro√üteil der Pflegef√§lle im Rentenalter ein, so dass die Kosten f√ľr die Pflege insbesondere durch Renten und Pensionen finanziert werden m√ľssen.

Wir unterscheiden in der privaten Pflegeversicherung

nach 3 Versorgungsvarianten:

 Pflegetagegeld, Pflegekosten, Pflegerente

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend haben wir die Unterschiede der einzelnen Pflegeversicherungsarten aufgef√ľhrt.

Pflegetagegeld 

  • versichert ist ein frei fest vereinbarter Tagessatz
  • je nach Pflegestufe werden zwischen 1 und 100% dieses Satzes gezahlt
  • geleistet wird nach Einstufung lt. SGB XI
  • kein Kostennachweis erforderlich
  • man kann selbst √ľber die konkrete Verwendung entscheiden (f√ľr Pflegedienst, -heim oder Laienpflege)
  • wird unabh√§ngig von den tats√§chlichen Kosten gezahlt
  • Anfangsbeitrag relativ niedrig

Pflegekosten

  • Versichert sind die tats√§chlich entstehenden Pflegekosten
  • Nachweis in Form von Rechnungen (vom Pflegedienst oder -heim)
  • keine freie Verwendung m√∂glich, z.B. f√ľr Laienpflege
  • es wird nach Vorleistung der gesetzl. Pflegeversicherung erstattet
  • es gibt H√∂chsts√§tze, die erstattet werden

¬†gilt f√ľr beide KV-Pflegezusatztarife

  • Beitragsanpassungen m√∂glich
  • gleich bleibende Leistung – Dynamik m√∂glich
  • √úberschussverwendung: zur Minderung von Beitragsanpassungen
  • kein R√ľckkaufswert
  • keine Einmalzahlungen m√∂glich
  • keine Unterbrechung der Beitragszahlung m√∂glich
  • Warte-/Karenzzeiten k√∂nnen vorkommen
  • h√§ufig keine Beitragsbefreiung im Leistungsfall

 Pflegerente

  • funktioniert wie eine klassische Lebensversicherung
  • es wird eine frei verf√ľgbare monatliche Rente gezahlt, die sich nach der festgestellten Pflegestufe (SGB XI) oder der ADL richtet
  • ohne Nachweis der Kosten
  • stabile Beitr√§ge
  • steigende Leistungen durch √úbersch√ľsse (√úberschussverwendung zur Rentenerh√∂hung)
  • Zahlung eines R√ľckkaufswertes
  • Beitragsbefreiung im Leistungsfall
  • Dynamik m√∂glich
  • Todesfall-Leistungen einschlie√übar
  • Einmalzahlungen m√∂glich
  • Unterbrechung der Beitragszahlung m√∂glich
  • keine Wartezeiten
  • meistens keine Karenzzeiten (aber m√∂glich)
  • Leistung als Pflegerente ist steuerfrei
  • Anfangsbeitrag relativ hoch

Wie Sie sehen, haben wir diesem Thema sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Wir halten die private Pfllegeversicherung f√ľr eine sehr wichtige Versorgung. Jeder kann schon morgen¬†zum Pflegefall werden, unabh√§ngig vom Alter. Sch√ľtzen Sie sich und Ihre Angeh√∂rigen vor den finanziellen Folgen die dadurch entstehen. Lassen Sie sich von unseren Maklern beraten.¬†

 

 

 

 

 

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